Erdwärmepumpe: Sonde oder Kollektor
Senkrecht in die Tiefe oder flach unter der Wiese: Welche Wärmequelle zu Grundstück und Haus passt.
Erdwärmepumpe im Überblick
Im Erdreich bleibt die Temperatur das ganze Jahr über viel gleichmäßiger als in der Außenluft. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt genau das, über eine Erdwärmesonde oder einen Flachkollektor. Hier erfahren Sie, welche Variante zu Ihrem Grundstück passt, was sie kostet und welche Förderung es gibt.
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ist eine Heizung, die dem Erdreich Wärme entzieht. Die Wärme gelangt über eine Sole, ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, zur Wärmepumpe im Haus. Diese bringt sie mit Hilfe von Strom auf die Temperatur, die Heizung und Warmwasser brauchen.
Im Sprachgebrauch heißt sie auch Erdwärmepumpe oder Sole-Wärmepumpe. Der erste Teil des Namens beschreibt die Wärmequelle (Sole aus dem Boden), der zweite das Medium, an das die Wärme geht (Heizwasser). Anders als bei einer Luftwärmepumpe steht kein Ventilator im Garten. Das Gerät selbst hat etwa die Größe eines Kühlschranks und steht im Technikraum oder Keller.
Der große Vorteil liegt in der Quelle: Das Erdreich schwankt in der Tiefe kaum mit dem Wetter. Gerade an kalten Tagen, wenn das Haus am meisten Wärme braucht, steht die Wärmequelle damit stabil zur Verfügung. Der OÖ Energiesparverband empfiehlt für Erdreich- und Grundwasseranlagen eine Jahresarbeitszahl von mindestens 4, für Luftwärmepumpen 3,5.
Vom Unterschied zwischen Sonde und Kollektor bis zu den Kosten: Lesen Sie, bevor Sie Angebote einholen.
Senkrecht in die Tiefe oder flach unter der Wiese: Welche Wärmequelle zu Grundstück und Haus passt.
Erdwärmepumpe im ÜberblickWie viel Fläche ein Erdkollektor braucht, wie tief er liegt und wann er die bessere Wahl ist.
Erdkollektor-WärmepumpeGerät, Bohrung oder Kollektor, Einbau und laufende Kosten, dazu die Förderung des Bundes mit Bohrbonus.
Was kostet eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?Der Kreislauf von Sole, Kältemittel und Heizwasser, was die Jahresarbeitszahl aussagt und welche Nachteile es gibt.
So funktioniert die Sole-Wasser-WärmepumpeEine Erdwärmepumpe kostet laut Bosch Österreich ohne Installation rund € 18.000. Die Bohrung für eine Erdwärmesonde liegt bei € 50 bis 100 je Bohrmeter, für die Erschließung nennt die Quelle rund € 5.000 bis 10.000. Für Einfamilienhäuser nennt sie je nach System insgesamt € 20.000 bis 40.000 mit Einbau.
| Kostenblock | Richtwert | Anmerkung |
|---|---|---|
| Erdwärmepumpe (Gerät) | ca. € 18.000 | ohne Installation |
| Bohrung Erdwärmesonde | € 50 bis 100 je Meter | Sonden bis ca. 100 m |
| Erschließung der Wärmequelle | ca. € 5.000 bis 10.000 | rund 35 % der Kosten bei Sole-Wasser |
| Gesamt Einfamilienhaus | ca. € 20.000 bis 40.000 | inkl. Installation, alle Wärmepumpenarten |
Richtwerte eines Herstellers aus Österreich, Stand Oktober 2026. Ihr tatsächlicher Preis hängt von Heizlast, Bodenbeschaffenheit, Grundstück und Heizsystem ab und steht erst im Angebot. Die ausführliche Aufstellung finden Sie unter Kosten der Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Eine Erdwärmeheizung ist in der Anschaffung teurer als eine Luftwärmepumpe, arbeitet dafür ruhig und mit gleichmäßiger Quelle. Ob sich der Mehraufwand für Sie rechnet, entscheiden vier Punkte.
Grundlage ist eine Heizlastberechnung nach ÖNORM EN 12831 beziehungsweise ÖNORM H 7500-3, keine Schätzung. Eine zu groß gewählte Wärmepumpe kostet mehr und arbeitet weniger effizient. Bei einer Sole-Anlage wirkt sich die Heizlast doppelt aus, weil sich auch Sondenlänge oder Kollektorfläche danach richten. Geeignet ist eine Wärmepumpe laut klimaaktiv, solange am kältesten Tag nicht mehr als 55 °C Vorlauf nötig sind.
Für eine Erdwärmepumpe mit Sonde braucht es wenig Fläche, aber Platz und Zufahrt für ein Bohrgerät. Ein Erdkollektor kommt ohne Tiefenbohrung aus, braucht aber eine große freie Gartenfläche. Die Stadt Wien nennt in ihrer Broschüre dafür das 1,5- bis 3-Fache der Wohnfläche.
Erdwärmesonden fallen unter § 31c Wasserrechtsgesetz. In der Regel reicht eine Anzeige bei der Wasserrechtsbehörde, eine Bewilligung braucht es nur in bestimmten Fällen. Das Merkblatt des Landes Oberösterreich nennt zum Beispiel Schutz- und Schongebiete, Siedlungen ohne zentrale Trinkwasserversorgung und Sonden über 300 m. Wie lange das Verfahren dauert und was es kostet, ist je nach Bundesland verschieden. Fragen Sie das bei der Bezirkshauptmannschaft oder beim Magistrat nach.
Im laufenden Betrieb zahlen Sie nur noch Strom und Wartung. Bosch Österreich rechnet für ein Altbau-Beispiel mit 20.000 kWh Wärmebedarf und 25 Cent je kWh: Mit einer Erdwärmepumpe und Jahresarbeitszahl 4,0 kommen rund € 1.250 Stromkosten im Jahr heraus, mit einer Luftwärmepumpe und Jahresarbeitszahl 3,5 rund € 1.428. Wie die Jahresarbeitszahl zustande kommt, lesen Sie unter Funktion der Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Beim Ersatz einer Öl-, Gas-, Kohle- oder Stromdirektheizung gibt der Bund in der Neuauflage Kesseltausch 2026 für die Wärmepumpe pauschal € 5.000. Für eine neue Erdwärmesonde kommt ein Bohrbonus von € 5.000 dazu. Die Registrierung ist vom 2.11. bis 31.12.2026 möglich, anerkannt werden Leistungen ab 7.10.2026. Für die Runde 2027 ab 4.1.2027 gilt: Antrag vor der Umsetzung, die Details werden erst im Dezember 2026 beschlossen (Stand Oktober 2026).
Sie schildern Ihr Vorhaben, Fachbetriebe aus Ihrer Region rechnen. Wen Sie beauftragen, entscheiden Sie.
Haustyp, Wohnfläche, bisherige Heizung und Postleitzahl angeben. Ob Sonde oder Kollektor, darf offen bleiben.
Haben Sie zugestimmt, bekommen höchstens drei geeignete Betriebe aus Ihrem Umkreis die Anfrage.
Der Betrieb prüft Heizsystem, Technikraum, Grundstück und Zufahrt und klärt die wasserrechtlichen Fragen.
Sie legen Wärmepumpe, Sondenlänge oder Kollektorfläche, Leistungen und Preis nebeneinander und entscheiden in Ruhe.
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe heizt mit Wärme aus dem Erdreich. Ein frostsicheres Wasser-Frostschutz-Gemisch, die Sole, zirkuliert in Rohren im Boden, nimmt dort Wärme auf und gibt sie im Haus an die Wärmepumpe ab. Diese hebt die Temperatur auf Heizniveau und speist die Wärme in Fußbodenheizung, Heizkörper und Warmwasserspeicher ein.
Bosch Österreich nennt für eine Erdwärmepumpe ohne Installation rund € 18.000. Dazu kommt die Erschließung der Wärmequelle, die bei Sole-Wasser etwa 35 % der Kosten ausmacht. Für die Sondenbohrung nennt dieselbe Quelle € 50 bis 100 je Bohrmeter. Einen Überblick finden Sie unter Sole-Wasser-Wärmepumpe Kosten.
Vorteile sind die gleichmäßige Quellentemperatur im Erdreich, eine gute Jahresarbeitszahl und kein Außengerät, das Geräusche macht. Nachteile sind die höheren Anschaffungskosten durch Bohrung oder Kollektor, der Platzbedarf auf dem Grundstück und das wasserrechtliche Verfahren bei Sonden. Mehr dazu unter Funktion und Vor- und Nachteile.
Die Sole nimmt im Boden Wärme auf und fließt zum Verdampfer der Wärmepumpe. Dort verdampft ein Kältemittel, ein elektrisch angetriebener Verdichter erhöht Druck und Temperatur, und im Verflüssiger geht die Wärme an das Heizwasser über. Danach kühlt die Sole wieder ab und fließt zurück in den Boden.
Tiefsonden fallen unter § 31c Wasserrechtsgesetz und brauchen in der Regel eine Anzeige bei der Wasserrechtsbehörde. Eine Bewilligung ist nur in bestimmten Fällen nötig, in Oberösterreich etwa in Schutz- und Schongebieten oder bei Sonden über 300 m. Was genau gilt, klärt der Fachbetrieb mit der zuständigen Behörde.
Ja. Wird eine fossile Heizung getauscht, gewährt der Bund aus der Neuauflage Kesseltausch 2026 eine Pauschale von € 5.000, für eine neue Sonde kommen € 5.000 Bohrbonus dazu. Die Registrierung läuft vom 2.11. bis 31.12.2026 (Stand Oktober 2026).
Nein. Sie ist kostenlos und unverbindlich. Wir bauen selbst nichts ein, sondern vermitteln: Ihre Anfrage geht nur mit Ihrer Zustimmung an höchstens drei Betriebe.
Beschreiben Sie Haus und Grundstück in zwei Minuten. Für Sole-Wasser-Wärmepumpe und Wärmequelle kalkulieren bis zu drei Betriebe aus der Umgebung ein Angebot. Kostenlos und unverbindlich.